Polen und Kroatien: Von Küste zu Küste 


In Gdansk den Königs­weg ent­lang­fla­nie­ren und in Rijeka den Meer­blick genie­ßen - diese und viele andere tolle Momente konn­ten die Teil­neh­mer unse­res letz­ten Prak­ti­kums im Früh­jahr 2014 genie­ßen. Zehn Azu­bis aus den Berufs­schu­len in Halle und Bit­ter­feld reis­ten für je eine Woche nach Polen und Kroatien.

Aus Flam­men retten

Die han­sea­ti­sche Metro­pole Gdansk glänzte mit ihren alten Patri­zi­er­häu­sern und ihrem welt­of­fe­nen Flair. An die­ser ers­ten Sta­tion konn­ten sich unsere Teil­neh­mer von der natür­li­chen Neu­gierde der Polen gegen­über ihren Gäs­ten über­zeu­gen. Action und Auf­re­gung gab es im Dan­zi­ger Hafen- neben einer Hafen­rund­fahrt über das rie­sige Gelände mit einer tol­len Aus­sicht über die Dan­zi­ger Bucht klet­ter­ten wir in den Maschi­nen­raum eines Lösch­boo­tes und ret­te­ten einen Dum­mie aus einem dunk­len Übungs­raum der Hafen­feu­er­wehr. Danach hatte diese ein Mit­glied mehr - als Dank gab es ein offi­zi­el­les Uni­forms­hirt. Plötz­lich stand ein Hub­schrau­ber auf einem Schiffs­deck in Flam­men. Die Schläu­che wur­den aus­ge­rollt und der Brand mit Schaum schnell gelöscht - alles nur Übung! Mehr mit Köpf­chen ging es in der tra­di­ti­ons­rei­chen Berufs­schule für Han­del zu, wo wir dem Eng­lisch­un­ter­richt bei­woh­nen durf­ten. Da gab es schon ein­mal den einen oder ande­ren Lacher, als wir gemein­sam nach typisch eng­li­schen Flos­keln und ihren pol­ni­schen und deut­schen Ent­spre­chun­gen such­ten. Pol­ni­sche Lebens­freude ver­mit­tel­ten uns auch die Mit­ar­bei­ter der Inves­ti­ti­ons­för­de­rungs­agen­tur Invest in Pome­ra­nia. Bei unse­rem Besuch dort refe­rier­ten sie begeis­tert über Mög­lich­kei­ten, die Gdansk und Umge­bung nicht nur für Wirt­schaft und Inves­ti­tio­nen bie­tet, son­dern auch über die tolle Lebens­qua­li­tät der Ost­see­me­tro­pole. Eben­falls Ein­bli­cke in seine Unter­neh­mens­kul­tur gab uns Polens größ­ter Ölkon­zern Grupa LOTOS, und man staunte nicht schlecht, als man erfuhr, dass hei­mi­sche Vögel in den Anla­gen der Raf­fi­ne­rie gern ihre Nes­ter bauen. Auf kul­tu­relle und geschicht­li­che Ent­de­ckungs­tour ging es dann die letz­ten zwei Tage-Gdansk hat in den letz­ten Jahr­hun­der­ten eine inter­es­sante und wech­sel­volle Geschichte vor­zu­wei­sen, von denen die schöne Archi­tek­tur und his­to­ri­schen Orte, wie die Wes­ter­platte als Aus­bruchsort des Zwei­ten Welt­kriegs zeugen.

Kroa­tien, Land des Wassers

Durch die Wol­ken ging es von der Ost­see­küste an die Adria nach Istrien- Rijeka, die dritt­größte Stadt Kroa­ti­ens war­tete auf uns. Beim Anblick des blauen, ruhi­gen Mee­res konnte man den Sonn­tag­nach­mit­tag ein­mal etwas ent­spann­ter aus­klin­gen las­sen. Bereits am nächs­ten Tag erfuh­ren wir in der Kroa­ti­schen Industrie- und Han­dels­kam­mer von Frau Fili­po­vic, wie das Enter­prise Europe Net­work klei­ne­ren Unter­neh­men dabei hel­fen kann Wirt­schafts­part­ner im Aus­land zu fin­den. Bei einer klei­nen anschlie­ßen­den Stadt­tour durch Rijeka konn­ten sich die Azu­bis ein­mal als Rei­se­füh­rer aus­pro­bie­ren. Dass Kroa­tien eines der was­ser­reichs­ten Län­der Euro­pas ist, erfuh­ren wir am nächs­ten Tag bei den Städ­ti­schen Was­ser­wer­ken. Dort zeig­ten uns die Mit­ar­bei­ter, dass sie die vie­len natür­li­chen Quel­len mit Hilfe moderns­ter Überwachungs- und Steue­rungs­tech­nik kon­trol­lie­ren und ein aus­ge­klü­gel­tes Was­ser­ver­sor­gungs­netz besteht. Im Zei­chen des nas­sen Ele­men­tes ging es am nächs­ten Tag weiter- abge­se­hen davon, dass es ein ver­reg­ne­ter Tag war, hat­ten wir die ein­ma­lige Mög­lich­keit, den Natio­nal­park Plit­vice zu besu­chen. Das UNESCO Natur­erbe im ber­gi­gen Lan­des­in­ne­ren Kroa­ti­ens ver­zau­berte uns mit sei­nen tür­kis­blauen Seen, tosen­den Was­ser­fäl­len und sei­ner unglaub­lich viel­fäl­ti­gen Pflan­zen­welt. Am letz­ten Tag wurde es dann spon­tan noch ein­mal auf­re­gend, denn wir staun­ten nicht schlecht, als uns in der Berufs­schule für Maschinen- und Schiff­bau plötz­lich das Regio­nal­fern­se­hen inter­viewen wollte. Extra für uns zu die­sem Ter­min gekom­men, war man sehr neu­gie­rig auf die deut­sche Gruppe. Die Leh­rer der Berufs­schule emp­fin­gen uns herz­lich und gaben uns einen Ein­blick in die Arbei­ten der Schü­ler - von denen trotz Ferien einige in die Werk­stät­ten der Schule gekom­men waren, um uns zu zei­gen, wie sie Boots­mo­to­ren repa­rier­ten. Mit Herz­lich­keit emp­fan­gen, wur­den wir ebenso wie­der ver­ab­schie­det, als wir von der Schule ein Dank­schrei­ben zum Bei­trag der Kul­tur­ver­stän­di­gung erhiel­ten. Als alle am nächs­ten Tag ins Flug­zeug Rich­tung Hei­mat stie­gen, stand fest: egal ob fei­ner Sand oder glatte Kie­sel­steine - Polen und Kroa­tien haben wie­der ein­mal fasziniert.





 
http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=56698 http://www.esf.de/portal/generator/8/startseite.html