Azubis unterwegs in Tschechien und Kroatien 


Im April ging es für 14 deut­sche Aus­zu­bil­dende nach Tsche­chien und Kroa­tien. Die Teil­neh­mer kamen dies­mal aus Berufs­schu­len in Des­sau, Mer­se­burg und Halle. Zwei Wochen lang erkun­dig­ten Sie sich über Wirt­schaft, Land und Leute in Prag und Split.

Prag ent­de­cken und erleben

Wäh­rend der Anreise nach Prag, der ers­ten Sta­tion des Prak­ti­kums, lern­ten sich die Teil­neh­mer bes­ser ken­nen. Die tsche­chi­sche Haupt­stadt war­tete mit offe­nen Men­schen und beein­dru­cken­der Archi­tek­tur auf die kauf­män­ni­schen Aus­zu­bil­den­den.
Bei der Pro­jekt­ar­beit am ers­ten Tag lern­ten die Aus­zu­bil­den­den die wich­tigs­ten wirt­schaft­li­chen Fak­ten über das Land und konn­ten einen ers­ten kul­tu­rel­len Ein­druck erle­ben. Der nächste Tag begann mit dem Besuch der größ­ten tsche­chi­schen Bank ČSOB. Diese agiert auch auf dem inter­na­tio­na­len Markt, so wurde der Gruppe aus­führ­lich über das Inves­ti­ti­ons­klima in Tsche­chien berich­tet. Nach­mit­tags stand in einem Work­shop das Berufs­aus­bil­dungs­sys­tem der Mittel- und Ost­eu­ro­päi­schen Län­der auf dem Pro­gramm. Dabei konn­ten sich die Schü­ler auf die Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­ten, die sie am nächs­ten Tag in einer Berufs­schule in Prag in Eng­lisch vor­tra­gen durf­ten. Die Auf­re­gung unsere Azu­bis war groß, aber sie nah­men diese Hürde locker. Auch die tsche­chi­schen Schü­ler hat­ten einen Vor­trag über ihre Schule und das Schul­sys­tem in ihrem Land vor­be­rei­tet. Spä­tes­tens jetzt waren auch die Schüch­terns­ten auf­ge­taut. Danach tausch­ten sich die Aus­zu­bil­den­den bei­der Län­der bei einer Füh­rung durch das Diplo­ma­ten­vier­tel Prags und einem kur­zen Besuch der deut­schen Bot­schaft aus. Dort sahen sie die bewegte Geschichte des Bot­schafts­ge­bäu­des und lern­ten etwas über die Ereig­nisse im Som­mer und Herbst 1989 ken­nen, als tau­send Flücht­linge aus der ehe­ma­li­gen DDR auf ihre Aus­reise in die Bun­des­re­pu­blik warteten.

Am dar­auf­fol­gen­den Tag prä­sen­tierte Herr Stec der Inves­ti­ti­ons­för­de­rungs­agen­tur Cze­ch­In­vest das Wirt­schafts­pro­fil Tsche­chi­ens und die Auf­ga­ben sei­nes Teams. Viele kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men neh­men ihren Ser­vice in Anspruch, denn wie unsere Azu­bis erfuh­ren, sind sie auch eine der ers­ten Anlauf­stel­len wenn deut­sche Unter­neh­men in Tsche­chien geschäft­lich tätig wer­den möch­ten. Beim Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen BDO Audit s.r.o. wurde erneut deut­lich, wie wich­tig inter­na­tio­nale Bezie­hun­gen für Tsche­chien sind. Gerade deut­sche Automobil- und Logis­tik­fir­men gehö­ren hier zum Kun­den­stamm. So beka­men die Teil­neh­mer des Prak­ti­kums einen Ein­blick in die Buch­füh­rungs­pflich­ten eines tsche­chi­schen Unternehmens.

Neben all den Ter­mi­nen lern­ten die Azu­bis natür­lich auch die Stadt Prag ken­nen. Bei einer Stadt­füh­rung für ihren Coach konn­ten sie ihre orga­ni­sa­to­ri­schen Fähig­kei­ten unter Beweis stel­len und spra­chen auf Eng­lisch über Sehens­wür­dig­kei­ten wie den Wen­zels­platz, den Alt­städ­ter Ring und die Karls­brü­cke. Aber dies waren nur einige der High­lights. Den Abschluss­abend in Prag ver­brach­ten die Azu­bis in der Alt­stadt, wo sie sich tsche­chi­sche Spe­zia­li­tä­ten schme­cken lie­ßen und die Atmo­sphäre genossen.

Split: Unter­neh­mer­geist in his­to­ri­schen Gemäuern

Nach einer Woche Prag ging es mit dem Flug­zeug wei­ter zur zwei­ten Etappe in die kroa­ti­sche Hafen­stadt Split. Auch hier lern­ten die Teil­neh­mer zuerst etwas über die wirt­schaft­li­che Situa­tion des Lan­des in einem Workshop.

Mit Beginn der neuen Arbeits­wo­che besuchte die Gruppe eine Even­tagen­tur. Hier unter­hiel­ten sich die Teil­neh­mer mit der Event­ma­na­ge­rin Kris­ti­jana Colo­vic über die stän­dig wech­seln­den Anfor­de­run­gen der Tou­ris­mus­bran­che Kroa­ti­ens. Fle­xi­bi­li­tät, Aus­dauer und gute Fremd­spra­chen­kennt­nisse sind für den Erfolg uner­läss­lich. Anschlie­ßend führte Frau Colo­vic die Gruppe durch die Innen­stadt und berich­tete viel über die Geschichte und Archi­tek­tur Splits. Wel­che Bedeu­tung Kroa­tien für die den euro­päi­schen Import und Export auf dem See­weg hat, erfuh­ren unsere Azu­bis bei einer Füh­rung durch den Hafen Split. Für alle Teil­neh­mer war es das erste Mal, dass Sie einen Güter­ha­fen besich­ti­gen durften.

Am Fol­ge­tag hatte unsere Gruppe einen Ter­min in der Industrie-und Han­dels­kam­mer Split, wo nicht nur über das Inves­ti­ti­ons­klima in Kroa­tien gespro­chen wurde, son­dern auch über die Zusam­men­ar­beit mit ver­schie­de­nen EU-Projekten, wie zum Bei­spiel dem Enter­prise Europe Net­work. Was in der Zusam­men­ar­beit mit inter­na­tio­na­len Geschäfts­part­nern zu beach­ten ist, konn­ten sich die Azu­bis anhand anschau­li­cher Bei­spiele im Work­shop zur inter­kul­tu­rel­len Kom­mu­ni­ka­tion ver­deut­li­chen. Min­des­tens genauso wich­tig ist Eng­lisch als Geschäfts­spra­che: Mit pra­xis­be­zo­ge­nen Bei­spie­len erar­bei­te­ten sie Dia­loge und Situa­tio­nen aus dem Business-Alltag. Inter­es­sant und quir­lig war auch am nächs­ten Tag der Besuch an der Uni­ver­si­tät Split: Nach dem Ken­nen­ler­nen der Wirt­schafts­fa­kul­tät und einem Rein­schnup­pern in eine Vor­le­sung waren die Gesprä­che zwi­schen deut­schen Berufs­schü­lern und kroa­ti­schen Stu­den­ten eine gelun­gene Abwechslung.

Zum Abschluss des zwei­wö­chi­gen Prak­ti­kums wur­den die Azu­bis bei einem kur­zen Abschluss­test auf die Probe gestellt, bevor es am nächs­ten Tag wie­der nach Hause ging. Alle waren sich einig: Im Aus­land seine Eng­lisch­kennt­nisse aus­zu­pro­bie­ren fällt leich­ter als gedacht. Nicht nur die ver­bes­ser­ten Sprach­kennt­nisse son­dern auch die tsche­chi­sche und kroa­ti­sche Wirt­schaft haut­nah erlebt zu haben, ist ein per­sön­li­cher Gewinn. Denn nicht nur in Kroa­tien sind Fle­xi­bi­li­tät, Aus­dauer und Fremd­spra­chen­kennt­nisse hilf­reich für den Erfolg.





 
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