Polen intensiv in Krakau und Warschau 


Ganz im Zei­chen Polens stand die dritte dies­jäh­rige Reise, die Azu­bis aus den Berufs­schu­len in Leuna, Bit­ter­feld und Halle nutz­ten, um unser Nach­bar­land zu erleben.

Vom Bier­brauen und Salzabbauen

Für viele fing das Neu­land schon vor der Grenze beim Ein­stei­gen in die Pro­pel­ler­ma­schine an. Doch beim atem­be­rau­ben­den Blick durch die Wol­ken auf das Kra­kauer Häu­ser­meer waren die Flu­gängste schnell ver­ges­sen. Was aus der Vogel­per­spek­tive sehr über­sicht­lich aus­sah, erwies sich am nächs­ten Mor­gen als erste Her­aus­for­de­rung. Eine unvor­her­ge­se­hene Bau­stelle ver­wan­delte den Weg zur Malo­polska Agen­tur für regio­nale Ent­wick­lung in eine Übungs­stre­cke zur Ori­en­tie­rung mit dem Stadt­plan und ange­wandte Fremd­spra­che. Auch im Fol­gen­den blieb unsere Ent­de­ckungs­tour in und um Kra­kau über­ra­schend. So erfuhr die Gruppe bei der Füh­rung durch die Tys­kie Braue­rei, dass Bier nicht im Klos­ter erfun­den wurde, son­dern in Ägyp­ten als aus­ver­se­hen Brot ins Was­ser fiel und gärte. Am nächs­ten Tag staun­ten dann alle beim Gang durch die schier end­lo­sen Gänge der Salz­mine Wie­liczka in Anbe­tracht der beein­dru­cken­den unter­ir­di­schen Logis­tik und in Salz gehaue­ner Kunst­werke. Und wer bis dahin gedacht hatte, dass Kra­kau für seine Würst­chen bekannt ist, musste beim Anblick der vie­len Bre­zel­stände schnell seine Mei­nung ändern. Ande­rer­seits erfüll­ten sich jedoch auch vor­he­rige Erwar­tun­gen. Ob auf dem rie­si­gen Markt­platz mit Blick auf die Tuch­hal­len und die Mari­en­kir­che, im Inne­ren des Wawel oder beim Gang durch das Col­le­gium maius: Kra­kau wurde sei­nem Ruf als Kul­tur­haupt­stadt Polens gerecht. Unsere Woche in Kra­kau endete mit einem sehr emo­tio­na­len Besuch: Viele hat­ten im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz einen Kloß im Hals beim Anblick von schier end­los auf­ge­türm­ten Schu­hen und Bar­ra­cken, in denen jeg­li­ches mensch­li­che Leben unmög­lich scheint.

Wie­der­se­hens­freude in Warschau

Und gefühls­be­tont ging es wei­ter, denn ange­kom­men in War­schau hieß es Abschied neh­men von drei Azu­bis, die sich eine Woche lang mit den Pro­zes­sen im Part­ner­werk ihres Aus­bil­dungs­be­trie­bes in Grod­zisk Mazo­wiecki ver­traut machen soll­ten. Dank der pol­ni­schen Fle­xi­bi­li­tät war der Abschied aber nicht von lan­ger Dauer, konn­ten die Azu­bis doch mit dem Fir­men­wa­gen zum Abend­es­sen mit dem Rest der Gruppe nach War­schau fah­ren. Ähn­lich posi­tive Erfah­run­gen mit der pol­ni­schen Nie­der­las­sung Ihres Mut­ter­kon­zerns mach­ten die Azu­bis von Lan­xess. Gleich drei Mit­ar­bei­ter nah­men sich Zeit, um das Unter­neh­men umfas­send zu prä­sen­tie­ren und luden danach zum gemein­sa­men Mit­tag­es­sen ein. Dort ging es dann locker zu: Es wur­den obli­ga­to­ri­sche Tipps für die Erkun­dung War­schaus erteilt und die Gehäl­ter in Polen und Deutsch­land ver­gli­chen. Der Wohl­fühl­fak­tor war hoch, sodass sogar das Erin­ne­rungs­foto in Ver­ges­sen­heit geriet. Das wurde drei Tage spä­ter nach­ge­holt, ein guter Grund zum Wie­der­se­hen. Auch an der Deut­schen Bot­schaft wur­den wir am nächs­ten Tag von Herrn Rehm wie alte Bekannte emp­fan­gen. Als ehe­ma­li­ger Hal­len­ser freute er sich über den Besuch aus der Hei­mat und unter­hielt die Azu­bis mit Anek­do­ten aus sei­nem lan­gen Diplo­ma­ten­le­ben. Immer bemüht die deutsch-polnischen Bande noch enger zu knüp­fen, durfte die Ein­la­dung in die Bot­schaft für die nächste Pro­jekt­reise nach War­schau natür­lich nicht feh­len. Fest steht: Wir kom­men gerne wieder!





 
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