Azubis in der Slowakei und Tschechien 


Die Slo­wa­ki­sche und die Tsche­chi­sche Repu­blik, das waren die Ziele des Aus­lands­prak­ti­kums, in die die  neun Azu­bis des BSZ Bit­ter­feld und der BbS List Halle im Novem­ber reisten.

Hin­ter den wirt­schaft­li­chen Kulis­sen in der Slowakei

Wäh­rend der Anreise nach Bra­tis­lava, der ers­ten Sta­tion des Prak­ti­kums, lern­ten sich die Teil­neh­mer bes­ser ken­nen. Die slo­wa­ki­sche Haupt­stadt war­tete mit span­nen­den archi­tek­to­ni­schen Gegen­sät­zen auf die kauf­män­ni­schen Aus­zu­bil­den­den. Schon am Ankunfts­abend pro­bier­ten die ers­ten unter ihnen typi­sche slo­wa­ki­sche Spe­zia­li­tä­ten: Haluschki, das Natio­nal­ge­richt der Slo­wa­ken, wel­ches aus Pirog­gen mit Schafs­käse und ein wenig knusp­ri­gem Speck besteht.

Bei der Pro­jekt­ar­beit am nächs­ten Tag kamen wirt­schaft­li­che Fak­ten und Wis­sens­wer­tes über das Land Slo­wa­kei auf den Tisch. Anschlie­ßend ging es zur Deutsch-Slowakischen Industrie- und Han­dels­kam­mer. Dort unter­hielt sich der stell­ver­tre­tende Geschäfts­füh­rer Mar­kus Halt mit den Azu­bis über die Deutsch-Slowakischen Wirt­schafts­be­zie­hun­gen. Am nächs­ten Tag stan­den Inter­kul­tu­relle Kom­mu­ni­ka­tion und das Berufs­aus­bil­dungs­sys­tem der Mittel- und Ost­eu­ro­päi­schen Län­der auf dem Pro­gramm­plan. Dabei konn­ten sich die Schü­ler auf die Prä­sen­ta­tion vor­be­rei­ten, die sie am nächs­ten Tag in einer Berufs­fach­schule in Bra­tis­lava in Eng­lisch vor­tra­gen durf­ten. Trotz eini­ger Auf­re­gung wurde diese Hürde genom­men. Auch die slo­wa­ki­schen Schü­ler hat­ten einen Vor­trag über ihre Schule und das Schul­sys­tem in ihrem Land vor­be­rei­tet. Anschlie­ßend konn­ten die Aus­zu­bil­den­den bei der Slovak  Cham­ber of Com­merce and Indus­try etwas über das Inves­ti­ti­ons­klima in der Slo­wa­kei erfah­ren, sowie sich über ver­schie­dene EU-Projekte und das Enter­prise Europe Net­work informieren.

Neben all den Ter­mi­nen  lern­ten die Azu­bis natür­lich auch die Stadt Bra­tis­lava ken­nen. Bei einer für die Coa­ches Frau Fied­ler und Frau Kauf­hold selbst orga­ni­sier­ten Stadt­füh­rung konn­ten sie ihre orga­ni­sa­to­ri­schen Fähig­kei­ten unter Beweis stel­len und spra­chen auf Eng­lisch über die Sehens­wür­dig­kei­ten. Am let­zen Prak­ti­kums­tag in Bra­tis­lava lernte die Gruppe das Spe­di­ti­ons­un­ter­neh­men Cargo Part­ner Slova­kia ken­nen und erfuhr in einem Gespräch mit dem Geschäfts­füh­rer Tibor Majzún inter­es­sante Details über die Spe­di­ti­ons­bran­che im Land. Den Abschluss­abend in Bra­tis­lava ver­brach­ten die Azu­bis auf dem gerade eröff­ne­ten Weih­nachts­markt, wo  sie sich einige slo­wa­ki­sche Weih­nachts­spe­zia­li­tä­ten schme­cken ließen.

Auf Ent­de­ckungs­tour in Prag

Am nächs­ten Tag ging es mit dem Zug wei­ter zur zwei­ten Etappe in die tsche­chi­sche Haupt­stadt Prag. Auch hier stan­den als ers­tes Infos über das Land und des­sen Wirt­schaft auf dem Tages­plan. Schon am nächs­ten Tag war­tete das Aben­teuer: in Grup­pen ein­ge­teilt beka­men die Pro­jekt­teil­neh­mer ver­schie­dene knif­fe­lige Auf­ga­ben, die ent­lang ver­schie­de­ner Rou­ten mit den bedeu­tends­ten Pra­ger Sehens­wür­dig­kei­ten führ­ten. Gewapp­net mit Stadt­plan, Metro­ti­cket und Kamera hieß es dann aus­schwär­men. Zufrie­den und mit aller­hand Wis­sen und Geschich­ten in den Taschen wurde dann im Anschluss dar­über berichtet.

Mit Beginn der neuen Arbeits­wo­che stan­den wie­der viele Unter­neh­mens­ter­mine an: Die Teil­neh­mer konn­ten sich über das Steu­er­sys­tem in Tsche­chien bei der inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­prü­fung BDO infor­mie­ren und lern­ten das Architektur- und Pla­nungs­büro Helika ken­nen, die in Tsche­chien und auch Afrika für das Ent­ste­hen vie­ler Woh­nungs­kom­plexe, Ein­kaufs­zen­tren und Thea­ter ver­ant­wort­lich sind. Im klei­nen Kon­fe­renz­raum des Hotels wurde anschlie­ßend am Business-Englisch der Teil­neh­mer gear­bei­tet. Mit pra­xis­be­zo­ge­nen Bei­spie­len erar­bei­te­ten die Schü­ler Dia­loge und Situa­tio­nen aus dem Geschäfts­all­tag. Der dar­auf­fol­gende Tag stand ganz im Zei­chen der deutsch-tschechischen Freund­schaft: Die Schü­ler hat­ten die Mög­lich­keit, eine Fach­mit­tel­schule in Prag zu besu­chen. Nach dem Vor­stel­len der Schu­len und Aus­bil­dungs­rich­tun­gen ging es bei einem gemein­sa­men Spa­zier­gang ent­lang der Mol­dau zur Bot­schaft der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land in Prag. Dort infor­mierte man sich über die bewegte Geschichte des Bot­schafts­ge­bäu­des und ins­be­son­dere über die Ereig­nisse im Som­mer und Herbst 1989, als tau­send Flücht­linge aus der ehe­ma­li­gen DDR auf ihre Aus­reise in die Bun­des­re­pu­blik war­te­ten. Zum Abschluss des gelun­ge­nen Tages durf­ten die Pro­jekt­teil­neh­mer das Alt­städ­ter Rat­haus mit sei­nen his­to­ri­schen Kel­ler­ge­wöl­ben und der berühm­ten Astro­no­mi­schen Uhr besichtigen.

Am nächs­ten Tag ging es bei ASA, einem der füh­ren­den Abfall­un­ter­neh­men in Zen­tral­eu­ropa wei­ter. Die Azu­bis lern­ten dort eine moderne Depo­nie und deren Rekul­ti­vie­rung ken­nen. Im Anschluss infor­mier­ten die Mit­ar­bei­ter von Czech Invest die Aus­zu­bil­den­den über Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten in der Tsche­chi­schen Repu­blik. Die Inves­ti­ti­ons­för­de­rungs­agen­tur arbei­tet im Auf­trag der Regie­rung und gab einen Ein­blick in die ver­schie­de­nen Bran­chen im Land. Am letz­ten Tag in Tsche­chien emp­fing das Pla­nungs­büro Del­ta­plan die Teil­neh­mer und erklärte ihnen Auf­ga­ben und Arbeits­wei­sen in den Archi­tek­tur­pro­jek­ten. Im Anschluss gab es vor allem etwas für die Mäd­chen der Gruppe: In der tsche­chi­schen Zen­trale der Schuh­han­dels­kette Sala­man­der sprach der Geschäfts­füh­rer Jan Novák über Chan­cen und Risi­ken des Ein­zel­han­dels in Tsche­chien, Ein­kaufs­stra­te­gien und Personalwesen.

Zum Abschluss des zwei­wö­chi­gen Prak­ti­kums wur­den die Azu­bis bei einem kur­zen Abschluss­test auf die Probe gestellt und tra­ten am nächs­ten Tag die Heim­reise an. Alle waren sich einig: Sich zu trauen seine Eng­lisch­kennt­nisse anzu­wen­den ist ein Gewinn der Reise, genauso wie die slo­wa­ki­sche und die tsche­chi­sche Wirt­schaft haut­nah erlebt zu haben.





 
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